27/03

2013

So war der 18. Diary Slam

Der 2. männliche Sieger in der Geschichte des Hamburger Diary Slams!

Im wie immer vollbesetzten Aalhaus wurde Michi mit seinen Schilderungen über seine Dorfjugend Slam-Champion des Abends. "Beim Zahnarzt war's scheiße, aber die Zahnarzthelferinnen waren nett und flirtbereit."

Und auf Platz zwei zum ersten Mal eine Team-Performance: Laura und Caro waren schon als Teenager dicke Freundinnen und lasen beim 18. Diary Slam parallel Tagebuch-Passagen über ein und denselben Traumtypen: "Ich kann ihm einfach nicht böse sein. Obwohl er beim Skaten zu mir gesagt hat, ich sehe aus wie Anke Engelke."

25/03

2013

Eintrag der Woche (8)

Sigrid, 15 Jahre, 30.05.1975

Wiedermal sitze ich hier an meinem Zimmerfenster und überlege, was ich schreiben soll.
... Von der Schule? Was gibt es da schon? Noten, Herzklopfen und Zeugnisse - und jeden Tag ist es ein bißchen anders. Komisch ist es eigentlich, aber wir finden jeden Tag die selben Themen zum reden: über fettige Haare, über bestickte Blusen, über Manni (wie blöd er ist).

19/03

2013

Diary Slam Marathon

So viel Diary Slam war nie:

Die ultimative Diary-Slam-Woche startet diesen Donnerstag, 21.3. (wg. Ostern am vorletzten Donnerstag im Monat) mit unserem guten, alten Slam im verschneiten Hamburg.
Am Freitag, 22.3. geht's weiter bei unseren Kolleginnen in München.
Am Samstag, 23.3. startet in Stuttgart der allererste Diary Slam, um am Sonntag, 24.3. im fernen Donaueschingen fulminant auszuklingen - bei hoffentlich 20 Grad und Sonne ...

17/03

2013

Eintrag der Woche (7)

Aline, 10 Jahre, 28.08.97

Am Montag haben wir Tamagochis gekauft, aber dann wollten wir sie doch nicht, aber sie lebten schon. Wir brachten sie zurück und die Frau versucht jetzt sie zu verkaufen. Aber das Geld haben wir nicht zurück gekriegt. Jetzt haben wir der Mama alles erzählt, wir haben geweint. Ich wollte eigentlich nichts essen, aber jetzt hab ich doch. Das müssen wir ausbaden.

14/03

2013

Diary Slam auf Spiegel Online

"Diary Slam" kooperiert mit "Einestages":

Ab jetzt gibt's dort 1x im Monat einen pubertären Tagebuchauszug zu lesen, als offenherziges Stück Zeitgeschichte.

Einige Beiträge sind "extended versions" aus unserem Tagebuch-Sammelband ("Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen").
 
Den Anfang macht die wunderbare Nadine Finsterbusch mit ihren einstigen Take-That-Obsessionen ...

11/03

2013

Eintrag der Woche (6)

Magdalena, 16 Jahre, 11.03.2004

Gründe, warum ich eigentlich keinen Freund will:

1.  Ich will nicht wieder ne 2-Monats-Beziehung.

2.  Ich will mir nicht schon wieder das Gerede von den anderen anhören müssen, ich würde die Jungs nur verarschen, wenn ich es halt nur zwei Monate mit ihnen aushalte.

3.  Ich hab viel, viel zu hohe Anforderungen, denen kann einfach niemand gerecht werden.

4.  Man muss immer rasierte Beine haben.

07/03

2013

Unser Buch ist da

Die Jugend von heute ist versoffen, orientierungslos und hoffnungslos realitätsfremd?
Das war sie auch zu anderen Zeiten!

Als Beweisstück gibt's ab HEUTE unseren Sammelband „Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen. Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern“ (Scherz Verlag).

Ungelenke Küsse im Dunkeln, der Kampf gegen Eltern und Pickel, Take That, Tequila, Tamagotchis: Über 70 (Ex-)Tagebuch-Schreiber haben für das Buch ihre verstaubten Frühwerke geöffnet und Romantisches, Verstörendes oder Stinknormales zusammengetragen.

Wir freuen uns, dass das Buch da ist!
Sowie über jeden, der es liest und gerne auch weiterempfiehlt ...

04/03

2013

Eintrag der Woche (5)

Jens, 15 Jahre, 19.12.1992

An unserer Schule ist wieder 'ne Mieze, die tierisch gut aussieht. Ich musste heute ein paar Mal an sie denken, glaub aber nicht, dass ich verknallt bin. Außerdem habe ich mir ja geschworen, erstmal 'ne geraume Zeit mich nicht mehr zu verlieben. Und wer weiß, wie jung die wieder ist. Langsam glaube ich, dass ich mich vor Minderwertigkeitskomplexen nicht mehr an Gleichaltrige rantraue. Aber andererseits sehen die in meinem Alter entweder scheiße aus oder sind zu beliebt (Warteschlange).

02/03

2013

So war der 17. Diary Slam

Schön war's!
Unser 17. Diary Slam am Donnerstag, 28.2.13 stand ganz im Zeichen der Siebzigerjahre: Die drei "Diary Slam Newcomer" Sigrid, Astrid und Cornelia bezauberten die rappelvolle Eckkneipe Aalhaus und trugen aus ihren z.T. vierzig (!) Jahre alten Jugend-Tagebüchern vor. Eine Zeitreise in badische Dörfer und niedersächsische Einöden, voller knickriger Dorfpfarrer und Liebesabenteuern.

Und Antje - ein Kind der Neunzigerjahre - bestach mit einer heißblütigen Passage über ihren sizilianischen Ex-Geliebten. Der einmal heimlich in ihrem Tagebuch las. "Love HURTS", hatte sie dort reingeschrieben. Worauf der eifersüchtige Lover sie später ausquetschte: "Wer zum Teufel ist HORST?"

23/02

2013

Eintrag der Woche (4)

Petra, 14 Jahre, 20.05.1989

Die Beerdigung war schlimm. Am Grab, als ich die Blumen reingeworfen habe, da musste ich voll heulen!
Aber da war ein Messdiener mit braunen Locken und grauen (glaube ich wenigstens) Augen. Der war voll süß.
Irgendwie ist es ja unpassend, an so etwas auf 'ner Beerdigung zu denken. Und die Beerdigung war ja schließlich nicht irgendeine, sondern die von Opa! Aber ich kann ja nichts dafür. Was tut Opa jetzt wohl gerade? Das würde ich gerne wissen.
Hoffentlich dient der Messdiener Sonntag wieder!